Prümerlandfrauen

PrümerLandFrauenfrühstück

Eingestimmt durch einige Beiträge der „Singing Sisters“ aus Schönecken und die Begrüßung der Vorsitzenden Frau Marlene Schmitz stärkten sich am Samstag, den 02.April 2016 etwa  60 Prümer LandFrauen und die Ehrengäste bei einem gesunden und regionalen Frühstück im Eingangsbereich des Konviktes in Prüm.
Anschließend konfrontierte Frau Kerschgens, die Redenstrafferin und Schlagfertigkeitstrainerin, mit dem Thema: „Krückstock oder Gehhilfe – Vom Opfer zum Gestalter der Umstände“.  Mit ihrer humorvollen Art gab sie Einblicke in die Kunst der Rhetorik, Informationen über Zusammenhänge, und Angebote zum Üben, sowie Tipps und Tricks für das eigene sichere Auftreten. Sie zeigte in ihrem Impulsvortrag, wie man in die Köpfe der Zuhörer kommt und gehirngerecht spricht, da man nur überzeugen kann, wenn man verstanden wird.
Also war der wichtigste Punkt; klare Aussagen treffen - selbstbewusst und ohne weich machende Begriffe reden. „Eigentlich“, „vielleicht“ oder „ich würde sagen“ - hinterlassen den Eindruck eines unsicheren Sprechers.
Ein weiterer Auftrag bestand darin, ehrlich und authentisch zu sein und alte Glaubenssätze zu hinterfragen, bzw. dem Gegenüber einen Spiegel vor zu halten. Rede ich über mein Leben oder über das, was andere von mir erwarten?
Zudem wurde den Zuhörerinnen die Bedeutung einer positiven Einstellung deutlich gemacht. Eine wichtige Hilfe sei auch die Kunst, sich selbst auf den Arm zu nehmen. Dazu forderte Frau Kerschgens, die selbst seit über 20 Jahren mit der Diagnose MS (Multiple Sklerose)lebt, auf; notfalls den Slapstick (positiven und erheiternden Momente) des Jahres für sich zu küren und so die Aufmerksamkeit auf die angenehmen Seiten des Lebens zu lenken.
So versteht sie auch ihr Lebensmotto: Nicht Opfer der Umstände, sondern Gestalter der Umstände zu sein. Für Frau Kerschgens geht es darum, das bestmögliche Leben im Rahmen der Möglichkeiten zu leben. Mit ihrem eigenen Lebensweg und dem dazugehörigen Lebensmut möchte sie zeigen, dass es mitunter sinnlos ist, einen großen Lebensplan zu entwerfen und abzuarbeiten. Viel wichtiger seien die täglichen Entscheidungen. Unabhängig von allen gedachten oder realen Grenzen. Jetzt, in dieser Minute, kann jeder sich entscheiden, dass es ihm gut geht.
Während den Aktionseinlagen wurde viel gelacht und für die zwischendurch eingebrachten Beispiele des Lebens gab es viel Applaus.
Die einhellige Meinung der Landfrauen: „Es war ein Geheimtipp, schade dass es schon vorbei ist“.