Prümerlandfrauen

Rundreise durch den Norden Polens

Unter der bewährten Leitung von Mathilde Weinandy starteten die Prümer LandFrauen zu ihrer diesjährigen Flugreise. Das Ziel war dieses Mal unser Nachbarland Polen.
Nach dem Empfang durch die örtliche Reiseleitung schloss sich eine Besichtigung der polnischen Hauptstadt Warschau, die sich modern und fortschrittlich präsentierte, an. Im wiederaufgebauten Königsschloss in der Altstadt war die bewegende Geschichte Polens anschaulich dargestellt. Die Weiterfahrt entlang der Weichsel führte nach Ciechocinek zu dem weltweit einzigartig architektonischen Ensemble der Gradierwerke. Die monumentalen Bauwerke sind die größte Holzkonstruktion Europas, die der Wasserabscheidung von Sole dienen.
Danach ging es weiter nach Thorn, der von den Kreuzrittern des Deutschen Ordens gegründeten Stadt, mit den gotischen Bürgerhäusern, unter anderen das Geburtshaus des bekannten Arztes und Astronomen Kopernikus. Bromberg war das nächste Ziel. Nach der Besichtigung der Altstadt mit ihren vielen Jugendstilhäusern ging es weiter Richtung Norden nach Pelpin zum prächtigen Zisterzienser-Kloster, bestehend aus einer monumentalen dreischiffigen Basilika mit über zwanzig Altären und Gemälden. In der Bibliothek befinden sich wertvolle Handschriften unter anderem ein Exemplar der Gutenbergbibel.
Auf dem Weg nach Zoppot lag die Marienburg, Europas größte, mittelalterliche Backsteinburg. Die gewaltige Burganlage, eine einstige Kreuzritterfestung, gehört zu den wertvollsten europäischen Bauwerken und steht unter dem Schutz der UNESCO.
Am 4. Tag stand  Danzig auf dem Programm. Die Hafenstadt spielte in der Geschichte Europas stets eine wichtige Rolle und beeindruckt mit den prachtvollen Patrizierhäusern. Überall in der Altstadt findet man typische Bernsteingeschäfte, die auch gerne über Herkunft und Verarbeitung des Bernsteins informieren.
Ein besonderer Höhepunkt bot sich auf dem Ausflug nach Elbling und der Schiffsfahrt auf dem Oberländer Kanal, der mehrere Seen verbindet. Zur Bewältigung des Höhenunterschiedes von 100m werden die Schiffe auf Schienen-Wagen über die grüne Wiese transportiert. Dieses technische Wunderwerk steht auch unter Denkmalschutz. Weiter ging es nach Frauenburg am Frischen Haff, einer Bucht der Ostsee. Dieser Ort ist eng mit dem Namen Nikolaus Kopernikus, der hier lebte, wirkte und im dortigen Dom begraben ist, verbunden. Vom freistehenden Glockenturm der mächtigen Kathedrale und der Domburg mit dem Kopernikus-Museum kann man bei guter Sicht bis nach Russland sehen.
Der Ausflug in die Kaschubische Schweiz erinnerte viele an das Gedicht aus Kindertagen von Werner Bergengruen: „Kaschubisches Weihnachtslied“. Denn genauso märchenhaft präsentierte sich diese Gegend mit ihren Seen, Hügeln und endlosen Wäldern, als sei die Zeit stehen geblieben.
Vorbei an alten Gehöften und verträumten Dörfern führte der Weg nach Karthaus. Dort befindet sich das Museum in dem kaschubische Kultur und traditionelles Kunsthandwerk ausgestellt sind. Die ganze Region ist bekannt für ihre Trachten und Volkstümlichkeit. Bei einer Folkloreveranstaltung kam auch die Teufelsgeige, das älteste Musikinstrument der Kaschuben, zum Einsatz.
Mit vielen neuen Eindrücken und geänderten Vorstellungen von Polen ging diese Reise zu Ende.