Prümerlandfrauen

Unterwegs nach Eltville, die Stadt des Weines und der Rosen

Ende Juni machten sich 50 Prümer LandFrauen teils mit ihren Männern auf den Weg in den schönen Rheingau.
Die erste Station führte sie zum Hildegard Forum der Kreuzschwestern auf den Rochusberg nach Bingen, das unauffällig zwischen Weinbergen und Obstwiesen liegt.
Dort besichtigten sie den Heilkräutergarten, der mit dem neu angelegten Obstgarten ca. 80 Heilpflanzen und Bäume, deren Heilwirkung Hildegard von Bingen in ihrem Buch "Physica" beschreibt, präsentiert.  Aus ihren Beschreibungen geht hervor, dass die Heilpflanzen nicht nur aus sich selbst wirken, sondern sie weisen auch auf Gott als ihren Schöpfer hin. An wichtigen Beispielen, wie dem Fenchel („Der Fenchel, wie auch immer er gegessen wird, macht den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme, guten Schweiß und gute Verdauung…Denn wer Fenchel oder seinen Samen nüchtern isst, vermindert den üblen Schleim oder die Fäulnis in ihm und er unterdrückt den üblen Geruch seines Atems…“ so Hildegard von Bingen) wurden Anwendungsbereiche und Wirkweisen der Kräuter erklärt und sie durften auch probiert werden.
So stellen sich die Kreuzschwestern auf der Grundlage moderner Ernährungskenntnisse und einer an der Schöpfung orientierten Grundhaltung dem Thema der gesunden Ernährung und folgen so der Lehre von Hildegard von Bingen: „Pflege das Leben, wo immer Du es triffst“.
Die LandFrauen durften sich beim Mittagessen vor Ort davon überzeugen.
Anschließend ging es mit der Fähre zum gegenüberliegenden Rheinufer nach Eltville, die Stadt des Weines und der Rosen.
Bei der Besichtigung der kurfürstlichen Burg wurde die Geschichte lebendig.
Sie war von 1343 bis 1480 Residenz der kurfürstlichen Bischöfe aus Mainz. Sie wurde 200 Jahre später, im dreißigjährigen Krieg 1643, von den Schweden zerstört, nur der Wohnturm blieb bis zur heutigen Zeit bestehen.
Vom romantisch, verträumten Burghof mit altem Ziehbrunnen aus, beginnt der Aufstieg zu dem 24 Meter hohen Turm. In diesem Turm gibt es eine sehr schöne Demonstration der Buchdruck Kunst Gutenbergs, der ebenfalls in Mainz lebte. Oben angekommen, schaut man aus luftiger Höhe nieder auf die alten Reste der Burg und den schattigen Burghof.
Im ehemaligen Burggraben sieht man das in den letzten Jahren entstandene sehr schöne Rosarium. 
Nach der Besichtigung blieb noch genügend Zeit um bei sonnigem Wetter in der Innenstadt das Geschehen zu beobachten und sich ein Eis zu gönnen, ehe am frühen Abend die Heimreise angetreten wurde.